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Eurobonds, die Sippenhaft für Schulden aller Eurostaaten im Raubeinkapitalismus

Eurobonds, die Sippenhaft für Schulden aller Eurostaaten im Raubeinkapitalismus

Auf Punkt und Komma heruntergebrochen sprechen wir von Anleihen, welche die EU herausgibt, für die alle Euroländer gemeinschaftlich zugunsten eines oder mehrerer Schuldner in der Währungsunion haften. Definitiv gesagt handelt es sich um die Vergemeinschaftung von Schulden aller Eurostaaten. Gleichzeitig werden die Schulden auf die Folgegenerationen übertragen. Auch Euroanleihen sind Zahlungsversprechen, die zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu 100 Prozent eingelöst werden sollen. Bis dahin müssen Zinsen gezahlt werden. Doch sei schon vorweg gesagt, dass ein Zahlungsversprechen noch lange nicht heißt, dass das Versprechen auch eingelöst wird. Die Dinge verhalten sich wie im allgemeinen Leben. Geht der Schuldner im Ablaufzeitraum Pleite oder fast Pleite wie im Falle Griechenland, greifen die Gläubigerländer und damit deren Steuerzahler als Einzelendschuldner ins leere Glas. Wo nix mehr drin, kommt auch nix mehr raus. Versprechen sind zunächst ein Papiertiger. Geschrieben oder gedruckt auf einer Urkunde. Ob daraus am Ende eine rundum gut genährte Wohlfühlsau wird, steht bei Versprechen und Schwüren schon immer auf einer anderen Rolle. Ich schwör dirs, höre ich oft von Jugendlichen in der S-Bahn krakelen. Dass sie damit den Schwur nicht unbedingt für erfüllbar betrachten, steht in ihren Gesichtern geschrieben. Früher hat man wenigstens noch mit einer gewissen Schweigsamkeit auf dem Rücken die gleichzeitige Eliminierung eines Versprechens per Fingerspreiz geliefert. So ist das mit Versprechen im allgemeinen Leben. Doch, sind nicht auch Märkte Leben, getragen von den Marktteilnehmern, und die sind Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen, Menschen, von denen nicht jeder von Vertrauen getragen wird? Unverantwortlich scheint mir, jenen in der Zukunft die Eurobond-Rechnung zu präsentieren, die weder Verursacher noch Auslöser noch Profiteur einer Rechnung sind. Ich spreche von den Zukunftsgenerationen. Die müssen bei Zahlungstermin ihre Brieftaschen öffnen. Die Kinder, die Enkel und deren Kinder und Enkel. Bei den Eurobonds werden alle Eurostaaten in Sippenhaft genommen, wenn einzelne aus dem Gleis springen. Auch jene, die ein Leben lang nur fleißig gespart und wenig oder gar nichts verprasst haben. Unmoralisch? Die Fleißigsten und Tüchtigsten sollen unter Umständen für die Schulden der Verlustierer aufkommen. Das ist auch, was ich Raubeinkapitalismus nenne. Längst hat er sich in Europa breit geschlagen, raubeinig eingenistet, ohne Moral, ohne Gewissen. Und sie raffen und gieren und hören nicht auf. Die Zocker im Derivatesumpf und sonst wo an den Schaltstellen der Finanzmacht in den Casinosälen der global agierenden ausländischen Finanztrapezkünstler. Vorgestern waren es 1 Milliarde, gestern 3 Milliarden, heute sollen es schon 5 Milliarden sein, um die sich wieder einmal ein Händler in den Maitagen 2012 über seine Computertasten offensichtlich im Minutentakt oder auf einen Ruck verzockt hat. Und immer noch zieht niemand die Bremse. Raubeinkapitalismus, Finanzkrise, wohin führst Du? Das alles schafft Verdruss. Euroverdruss bis zum Abwinken, entfällt doch zugleich der Anreiz zum Sparen, wenn sowieso klar ist, dass im Notfall die anderen, die Tüchtigen für Bunga-Bunga-Staaten und globale Zockerareale einspringen. Niemand darf Geburtsfehler, die bei Einführung des Euro passiert sind, durch neue Fehler in der jetzt angebrochenen Puberitätszeit des Euros kompensieren. Dann wird aus dem Euro ein arg verlottertes Wesen mit begrenzter Überlebenserwartung. Nicht nur Wodka führt zur Zerrose. Eine überreizte Spaßhandyrechnung von Sohnemann wird gewöhnlich auch nicht vom Rest der Familie, den Kindern und deren Kindeskindern beglichen. Da sollte das Familienoberhaupt schon mal selbst dem Verursacher auf die Hände klopfen. Hilfe ja, aber es muss Hilfe zur Selbsthilfe sein. Also ab in die Küche zum Abwasch, damit abgearbeitet, was Sohnemann in cash nicht abbezahlen kann. „Haushalts“-Disziplin nennt dies die Politik. Geholfen werden darf, ja muss dabei schon. Aber nur unterstützend. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, muss an vorderster Stelle für Verschwender stehen. Das nenne ich dann innere Reformierung.
23.5.12 11:11
 


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